Geschichte der JGD

... unsere Geschichte

Die Kolping Jugendgemeinschaftsdienste (JGD) gibt es bereits seit 1953. Damals war eine erste Annäherung an die ehemaligen Feinde des Zweiten Weltkrieges Grund und Inhalt der ersten Arbeitseinsätze auf Soldatenfriedhöfen in Frankreich, Italien und Belgien. Diese Einsätze hatten einen starken symbolischen Charakter und waren ein erster Schritt aufeinander zu. Getragen vom Erfolg dieser Projekte wurden schon Ende der 50er Jahre erste Kontakte mit israelischen Jugendlichen initiiert. Versöhnung und Auseinandersetzung mit der eigenen jüngsten Geschichte waren - und sind auch heute noch - der zentrale Inhalt dieser Begegnungen.    

1968 beteiligten sich die JGD an der Aktion Brasilien des Kolpingwerkes. Solidarität mit den benachteiligten Menschen in aller Welt wurde damit zentrales Thema der Projektarbeit der JGD in den Ländern des globalen Südens. Projektpartnerinnen und -partner sind gemeinnützige Organisationen in den jeweiligen Ländern. Durch die gemeinsame Arbeit mit ihnen erfährt man mehr über die jeweilige Thematik, mit der sich die Projektpartner beschäftigen und übt ein Stück Solidarität mit ihren Zielen. Unter dem Motto „Ein Freund in der Fremde macht das Fremde vertraut“ sollen die Workcamps und Begegnungen uns mit Menschen der unterschiedlichsten Kulturen, Nationen, Religionen und Weltsichten vertraut machen.

… unser Hintergrund

Die Kolping Jugendgemeinschaftsdienste sind Teil des Kolpingwerks, welches auf Adolph Kolping zurückgeht. Heute ist das Kolpingwerk als katholisch sozialer Verband offen für Mitglieder aus allen gesellschaftlichen Bereichen und engagiert sich auf breiter Basis in Kirche und Gesellschaft für die Lösung aktueller sozialer Probleme. Die Kolpingsfamilie als lokale Gruppe im Engagement ist erste Ansprechpartnerin bzw. erster Ansprechpartner für alle, die mitmachen wollen. Andere Betätigungen des Kolpingwerkes sind zum Beispiel Kolpinghäuser, die günstige Unterkünfte für Auszubildende in vielen Städten bieten, Bildungseinrichtungen für Benachteiligte oder Lernbehinderte, oder es gibt Arbeitsgruppen, die die Sozial- und Entwicklungshilfe des internationalen Kolpingwerkes unterstützen.  

Das Kolpingwerk ist mittlerweile in 59 Ländern der Welt vertreten. In vielen Workcamps ist unsere Gastgeberin  auch eine Kolpingsfamilie in einem anderen Land, so dass man sich schon einmal mit den heutigen Inhalten und Zielen des Kolpingwerkes auseinandergesetzt haben sollte, um vor Ort ein Verständnis für die Arbeit des Projektpartners oder der Projektpartnerin zu haben. Mehr Informationen gibt es dann noch auf dem jeweiligen Vorbereitungsseminar.